Beschreibung
Der Erfolg einer Transplantation von Knochenmark hängt im Wesentlichen davon ab, inwieweit das Transplantat vom Immunsystem des Empfängers toleriert wird. Dabei spielen Moleküle auf der Zelloberfläche eine Rolle, mit deren Hilfe das Immunsystem „fremd“ und „selbst“ erkennt und gegebenenfalls eine Immunantwort auslöst. Da sich diese Oberflächenmoleküle von Mensch zu Mensch durch eine hohe Variabilität auszeichnen, ist die Suche nach einem passenden Spender oft schwierig.
In unserem Experiment wird diese Variabilität mit sequenz-spezifischen DNA-Sonden nachgewiesen und durch ein „Immunassay“-Verfahren sichtbar gemacht.
Wir danken Herrn Dr. H.S.P. Garritsen, Abt. Transfusions- medizin des Städtischen Klinikums Braunschweig, für die freundliche Unterstützung.
Methoden
- Isolierung von DNA aus Mundschleimhautzellen mit Silica-Technologie
- Amplifizierung eines bestimmten DNA-Abschnittes auf Chromosom 6 durch PCR
- Kontrolle durch Gelelektrophorese
- Hybridisierung der PCR-Produkte mit sequenz-spezifischen DNA-Sonden (SSO) (2. Tag)
- Auswertung am Computer (2. Tag)
- Besuch der Abt. Transfusionsmedizin oder Gespräch zum Thema Knochenmarkspende mit dem Ltd. Arzt der Abteilung Herrn Dr. Garritzen (2. Tag; nur nach Absprache)
Wünschenswerte Vorkenntnisse
- Wesentliche Merkmale von Antigenen und Antikörpern
- Grundlegende Immunantworten (Phagozytose, Antikörperbildung, Entzündungs-reaktionen)
- Zelluläre Komponenten des Immunsystems (besonders T- und B-Lymphozyten, Dendritische Zellen, Makrophagen)
- HLA-Oberflächenmoleküle und deren genetische Variabilität
- Nützliche Literatur:
- Pezzutto,A., Ulrichs,T., Burmester,G-R.: Taschenatlas der Immunologie, Thieme-Verlag
- Schütt,Ch., Bröker,B.: Grundwissen Immunologie; Elsevier Spektrum Akademischer Verlag





