Biotechnologisches Schülerlabor BraunschweigBiotechnologisches Schülerlabor Braunschweig

Herkunftsanalyse von DNA aus Lebensmitteln

Gentechnisch verändertes SoJA oder NEIN?

Beschreibung

Viele unserer Lebensmittel enthalten Bestandteile der Sojabohne, z.B. Fette, Lecithine, Vitamin E, Sojaproteine oder -mehl. Die "Standard-Sojarohstoffe", wie sie auf den internationalen Agrar-märkten gehandelt werden, bestehen bereits zu einem gewissen Anteil aus gentechnisch veränderten Sojabohnen, die tolerant gegen das Herbizid "Roundup®" sind. Dieser Anteil darf nach deutschem Recht 0,9% des Sojaanteils im Lebensmittel nicht überschreiten. 
Wie auch im amtlich vorgeschriebenen Untersuchungsverfahren untersuchen wir in unserem Experiment verschiedene Lebensmittel, ob sie Soja enthalten und ob ein gentechnisch veränderter Soja-Anteil dabei ist.

Wir danken dem Lebensmittelinstitut Braunschweig (Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) für die freundliche Unterstützung.

Methoden

  • Isolierung von DNA aus Lebensmitteln und Referenzmehl mit Silica-Technologie
  • Amplifizierung eines Soja-spezifischen Lectin-Gens durch PCR
  • Amplifizierung des gentechnisch veränderten Konstruktes RR (RoundupReady) durch PCR
  • evtl. spezifischer Restriktionsverdau des PCR-Produktes
  • Auswertung mit Hilfe von Gelelektrophorese

Wünschenswerte Vorkenntnisse

  • Aufbau einer pflanzlichen Zelle
  • Chromosomenstruktur
  • Plasmide als Vektor und als Selektionsmarker
  • Restriktionsenzyme

Dauer

ca. 9-10h (einschl. Mittagspause, ohne Restriktion) oder 2 halbe Tage á 5h (mit Restriktion)

Ist in diesen Lebensmitteln gentechnisch verändertes Soja enthalten?